Siegerschmiede erklärt

Hier findest Du unsere Blogs und Artikel rund um die wichtigsten Themen, zur Steigerung Deines Erfolgs, Optimierung Deiner Führungsqualitäten und Deines Teams, Setting eines wachstumsreichen Gedankengutes und wie professionell eine langfristig wirksame, positive Veränderung initiiert werden kann.

Was ist Führungskräfte-Coaching?

Nobody is perfect. 

 

Das gilt auch für die Chefin und den Chef und überhaupt alle Führungskräfte in Unternehmen und Behörden. 

 

In einer Arbeitswelt mit stetig zunehmendem Tempo, globalem Wettbewerb und immer höher werdenden Anforderungen, nimmt der tägliche Druck für alle Erwerbstätigkeiten zu. 

 

Insbesondere Führungskräfte sind jedoch unter diesen Bedingungen enorm gefordert, die unterstellten Mitarbeiter zu führen, Potenziale zu erkennen, aber auch die Selbstführung nicht außer Acht zu lassen. Deshalb sollten auch Sie sich – wie jeder im Beruf Stehende – ständig weiterbilden.

 

Führungskräftecoaching, also Coaching für Führungskräfte, lautet das Zauberwort. Es gibt kaum noch ein Großunternehmen in Deutschland, das nicht auf diese Methode der Führungskräfteentwicklung setzt, um sein leitendes Personal auf Vordermann zu bringen.

Doch was bedeutet Coaching für Führungskräfte überhaupt? 

 

 

Der Begriff Coaching kommt ursprünglich aus dem Sport. Der Coach oder Trainer arbeitet daran, den Sportler zu Spitzenleistungen zu führen, seine Kräfte zu wecken, indem er ihn mental und psychologisch betreut. 

 

 

Beim Führungskräfte-Coaching handelt es sich um eine spezielle Form der Beratung für Unternehmen, die zum Ziel hat, die Selbstreflexion des Coachee zu fördern.

 

 

 

Führungskräfte-Coaching

Der Begriff Führungskräfte-Coaching beinhaltet in sich bereits eine der zentralen Zielgruppe für Coaching und zwar die der leitenden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. 

 

Es ist jedoch an keine Hierarchieebene gebunden und kann dementsprechend als wirkungsvolles Instrument der Personalentwicklung, sowohl für Teamleiter und Teamleiterinnen, als auch Manager und Managerinnen oder Geschäftsführer und Geschäftsführerinnen zum Einsatz kommen. 

 

Während die verschiedenen Themenschwerpunkte der möglichen Nutzer und Nutzerinnen je nach Verantwortungsbereich sehr verschieden sein können, ist das Grundprinzip des Coachings gleich. 

 

Die Führungskraft wird dazu ermutigt, ihr eigenes Verhalten aus der Vogelperspektive zu beobachten. Dabei nutzt der Coach vor allem verschiedene Fragetechniken und Übungen, um Denkprozesse anzustoßen. 

 

Daran wird deutlich, dass das Coaching von Führungskräften einiges an Zeit erfordert. Im Unterschied zu einem möglicherweise einmalig stattfindenden Führungskräfte Training versteht sich das Coaching als begleitende Beratungsform. 

 

Das heißt Führungskraft und Coach treffen sich in einem gemeinsam festgelegten Rhythmus.

Welche Themen können im Coaching bearbeitet werden?

Jedes Führungskräftecoaching ist ein Unikat. 

 

Dies ergibt sich nicht nur aus der individuellen Beziehung zwischen Führungskraft und Coach, sondern wird vor allem durch das zentrale Thema der Beratung der Führungskräfte geprägt. 

 

Die Themenpalette ist breit und vielfältig und reicht von rein beruflichen Anliegen bis hin zur ganzheitlichen Auseinandersetzung mit der Lebenssituation einer Führungskraft.

Work-Life-Balance – Wie finde ich einen für mich passenden Ausgleich zwischen Privatem und Beruflichem?

 

Führungsverständnis – Was bedeutet es für mich, Führungskraft zu sein?

 

Führungsrolle – Wie definiere ich meine Position und Verantwortung im Unternehmen?

 

Kommunikation – Wie gehe ich auf meine Mitarbeitenden zu?

 

Probleme – Wie kann ich innere und äußere Spannungen reduzieren bzw. gar auflösen?

 

Selbsteinschätzung – Auf welche meiner Stärken möchte ich zukünftig setzen?

 

Gesundheit – Wie kann ich meine Gesundheit erhalten bzw. ausbauen?

 

Eigene Karriere – Was sind meine beruflichen Ziele?


Welche Ziele hat das Führungskräfte-Coaching?

Als generelle, übergeordnete Ziele werden die, durch das Führungskräfte-Coaching hervorgerufenen, langfristigen Verhaltenswandlungen und Einstellungsänderungen verstanden.

 

Als ersten Schritt im Coaching gilt es, dieses globale Ziel mit jeder Führungskraft individuell zu definieren und im Verlauf des Führungskräfte-Coachings auf der Suche nach Lösungen bei Bedarf anzupassen.

 

Unter welchen Rahmenbedingungen findet das Coaching statt?

Die Rahmenbedingungen werden individuell an die Wünsche der Führungskraft und die des Unternehmens angepasst. Es empfiehlt sich jedoch aus verschiedenen Gründen, das Coaching von Führungskräften außerhalb

des Unternehmens durchzuführen:

 

  • Vermeidung von Störungen durch Personen und Anrufe
  • Schaffung einer angenehmen räumlichen Umgebung,ohne alltägliche Büroatmosphäre
  • Abschalten vom Alltagsstress im laufenden Betrieb
  • Vermeidung von neugierigen Nachfragen durch Kollegen/innen

 

Bei der Gestaltung der Rahmenbedingungen ist es wesentlich, einen geschützten Raum zu schaffen, damit sich der Coachee öffnen kann. Dazu zählt neben dem Ort auch die Räumlichkeit, in der das Führungskräfte Coaching durchgeführt wird. 

 

Eine einladende Atmosphäre, sowie eine unterstützende Ausstattung zum Beispiel mit Bildern und

Dokumentationsmaterialien sind zu empfehlen. Außerdem sollte jedes Treffen terminlich ausreichend weit ausgedehnt eingeplant, sowie bei längeren Coaching Einheiten für die Versorgung von beiden gesorgt werden. 

 

Zu beachten ist auch der Abstand zwischen den einzelnen Treffen. 

 

Die Zeitspanne ist wichtig für die/den Betreuten, um sich selbst im Führungsalltag im Kontakt mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zu beobachten und das Coaching entsprechend vor- und nachzubereiten.

In welchen Phasen verläuft das Führungskräfte-Coaching?

Sind alle Fragen rund um die Organisation des Führungskräfte-Coachings, wie Vertrag und Rahmenbedingungen zwischen Unternehmen und Coach geklärt, kann das eigentlich Führungskräfte-Coaching beginnen.

1. Beziehungsaufbau

 

Bevor sich der oder die Betreute sich dem Coach anvertrauen kann, gilt es eine tragfähige Beziehung aufzubauen. Hierbei handelt es sich um einen Prozess, der besonders intensiv zu Beginn angestoßen wird und die ganze Zeit aktiv gefördert wird. Und: Die Chemie muss stimmen - Sympathie ist ein nicht zu vernachlässigender Faktor beim Beziehungsaufbau.

 

 

2. Zieldefinition

 

Obwohl Inhalt und Zielstellung bereits im Coachingvertrag festgehalten wurden, ist eine tiefergehende Auseinandersetzung mit den Zielen der gecoachten Person wichtig. Es geht darum, die angestrebten Ergebnisse möglichst erlebbar und auf der Handlungsebene zu definieren. In dieser Phase erhält das Führungskräfte Coaching seine erste grobe Ausrichtung.

 

 

3. Perspektiverweiterung

 

Stehen die angestrebten Ergebnisse fest, kann die Aufmerksamkeit möglichen Lösungen zugeordnet werden. Dabei wird der Betreute dazu angeregt, quer zu denken, bisher Gewohntes zu verlassen und Lösungen im scheinbar Unmöglichen zu suchen. 

Der leitende Mitarbeiter distanziert sich von seinen Verhaltensmustern und wagt zunächst Gedankenexperimente, die später in die Tat umgesetzt werden können.

 

 

4. Lösungsauswahl

 

Schließlich bewertet die Führungskraft die verschiedenen Lösungsansätze, mitunter hat sie die eine oder andere Lösung bereits im Führungsalltag erprobt. Für die dauerhafte Umsetzung und Aufrechterhaltung der Lösung, können

Handlungsvorschläge und Maßnahmenpläne erarbeitet werden. Je konkreter das Führungskräfte-Coaching abschließt, desto höher ist die Transferwahrscheinlichkeit. 

 

 

5. Abschluss 

 

Rückblick und Ausblick sind die zentralen Aspekte der Abschlussphase im Coaching. 

 

Der gemeinsame Weg im Coaching kann gewürdigt werden. Oftmals wird diese Phase genutzt, um sich ein persönliches Feedback abzuholen. Darüber hinaus richtet sich der Blick in die Zukunft, in der die Führungskraft fortan

ohne die Begleitung des Coachs seinen Führungsalltag gestaltet. 

Welchen Nutzen erzeugt ein Führungskräfte-Coaching

Für jede Maßnahme zur Personalentwicklung muss früher oder später die Nutzenfrage gestellt werden. Es ist schwer den Erfolg eines so individuellen und vertraulichen Prozesses, wie den eines Führungskräftecoachings mit konkreten Kennzahlen zu beschreiben. 

 

Auch Evaluationsbögen, die meist nach Abschluss des Coachings die Einschätzung des Coachee einfangen, vermögen den Nutzen einer Beratung nur teilweise zu erfassen. 

 

Für auftraggebende Unternehmen geht es um eine Abschätzung, wann und in welchem Maße sich das, für das Coaching investierte Geld wieder rechnet – ein Return on Investment. 

 

Dieser lässt sich für Beratungen allgemein nur schwer beziffern, da sich sein Nutzen vornehmlich in weichen Kriterien niederschlägt, wie zum Beispiel:

 

  • Förderung des Selbstbewusstseins
  • Entlastung bei Konflikten
  • Förderung der Bindung
  • Ausdruck der Wertschätzung
  • Verbesserung der Arbeitsatmosphäre und Arbeitsqualität
  • Steigerung der Motivation

 

Die erlernten Fähigkeiten sind nicht nur im Bereich der Produktivität einzusetzen und umzusetzen, sondern auch in der Alltagsgestaltung, sowie auch im sozialem Umfeld.